Mit Nichtstun Welten öffnen

Was tun Sie als erstes, wenn Sie ein Meeting verlassen? Oder wenn Sie von einem Tagungsraum in den anderen wechseln? Oder wenn Sie auf Ihre Kollegen warten?

Sehr wahrscheinlich checken Sie Ihre Mails. Sie erledigen noch schnell einen Anruf oder versenden rasch eine SMS. Stattdessen könnten Sie aber auch einfach nichts tun. Und sich damit neue Welten eröffnen.

Sie hätten die Gelegenheit, einfach präsent zu sein, ganz im Moment. Ihr Gehirn erhielte die nötige Pause, um Erlebtes zu verarbeiten und neue Synapsen zu bilden. Sie bekämen die Möglichkeit, Ihr Umfeld einmal kommentarlos wahrzunehmen. Damit wäre Weg frei für Zufälle aller Art. Und nicht zuletzt entstünde Raum für eine Begegnung mit sich selbst.

Gerade Letzteres mag erschreckend wirken, ist aber die Grundlage für ein Kernelement neuen Arbeitens und Führens: Präsenz. Wer mit sich selbst im Reinen und innerlich gut sortiert ist, wer offen und ansprechbar ist (weil er sich nicht tief über das Smartphone beugt oder hinter dem aufgeklappten Rechner versteckt) strahlt Präsenz aus.

Alles, was Sie dafür tun müssen, ist NICHTS.

Nutzen Sie die Minuten zwischen zwei Terminen, um still wahrzunehmen, was ist. Lassen Sie Ihr Smartphone auf stumm geschaltet in der Tasche. Verschaffen Sie sich kleine Inseln des Müßiggangs.

Wenn Sie sich noch ein paar Anregungen wünschen, lesen Sie den Artikel „Tuning in to you“ von Scott Belsky im Büchlein „Manage your day-to-day: Build your routine, find your focus & sharpen your creative mind“ (Hg. J.K. Glei).

Folgen den Links in meinem Minutenprojekt zum Thema Müßiggang.

Probieren Sie es mit kurzen Meditationen, z.B. mit Hilfe der App Stop. Breath. Think.

Am besten aber: Machen Sie einfach nichts.

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